Universitätsklinikum
Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie
Direktorin: Prof. Dr. med. Petra Ambrosch - Arnold-Heller-Str. 3, Haus 27, 24105 Kiel
Startseite
Klinikschwerpunkte
Laserchirurgie
Tumorchirurgie
Mittelohrchirurgie
Hörverbessernde Operationen einschließlich knochenverankerter Hörgeräte (BAHA)
Nasen-/Nasennebenhöhlenchirurgie
Schädelbasischirurgie
Orbitachirurgie
Plastische Chirurgie
Traumatologie
CT-gesteuerte Navigation im Rahmen der Nebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie
Brachytherapie
Mitarbeiter
Audiologie und Otoneurologie
Cochlear Implant Centrum
Logopädie
Forschung
Serviceleistung
Detektion von ß2-Transferrin

Informationen für Studenten
HNO-Links
Weiterbildung und OP-Kurse
Impressum

Klinik für
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie

Direktorin: Prof. Dr. P. Ambrosch
Arnold-Heller-Straße 3
Haus 27
D-24105 Kiel
Germany

Telefon: +49 (431) 597-2240 oder -2241
Telefax: +49 (431) 597-2272
Tumorchirurgie
 

Allgemeines:

Es gibt eine große Anzahl verschiedener gut- und bösartiger Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. Die Beschwerden sind je nach Lokalisation unterschiedlich. So können bei Tumoren im Kehlkopfbereich Heiserkeit, Kratzgefühl und Luftnot auftreten. Bei Tumoren im Schlund-/Speiseröhrenbereich stehen häufig die Schluckbeschwerden im Vordergrund. Auch Schmerzen, Gefühlsstörungen, Gesichtsnervlähmungen und Halsschwellungen kommen vor.

Eine genaue Erhebung der Krankengeschichte (sog. Anamnese) und eine eingehende HNO-ärztliche Untersuchung sind für den Arzt wegweisend. Es werden dann weiterführende Untersuchungen veranlasst, beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Halses zur Beurteilung der Lymphknoten, Gefäße, Schilddrüse und Speicheldrüsen. Computer- und Magnetresonanztomographien (Kernspintomographien) der Kopf-Halsregion geben Hinweise auf die Tumorausdehnung und –lokalisation.
Gibt es Hinweise auf eine Tumorerkrankung wird eine Gewebeprobe in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose gewonnen, um die Diagnose histologisch zu sichern.

Bei gutartigen Tumoren ist meistens die Operation die Therapie der Wahl.

Beispiele für gutartige (benigne) Tumoren im HNO-Bereich:

Ohr:

    Atherom des äußeren Ohres: Retentionszysten von Talgdrüsen; gut verschiebliche, prallelastische Gebilde mit Neigung zu gehäuften Infektionen; Therapie: Entfernung in örtlicher Betäubung
    Gehörgangscholesteatom: Knocheneiterung; gehäufte Entzündungen des Gehörgangs; Therapie: Entfernung in Vollnarkose
    Gehörgangsexostosen: Knochenneubildung; gehäuft bei Wassersportlern; vermehrte Gehörgangsentzündungen, bei ausgeprägtem Befall Hörminderung; Therapie: Abtragung in Vollnarkose
    Keloide: tumorartige überschießende Narbenbildung; v.a. hinter dem Ohr z.B. nach operativem Anlegen der Ohren; Therapie: schwierig, Rezidive häufig, Entfernung in örtlicher Betäubung (bei Kindern in Vollnarkose), anschließend Injektion von Cortison im Narbenbereich
    Glomustumor des Mittelohres: typisch sind pulssynchrones Ohrgeräusch, Schallleitungsschwerhörigkeit und otoskopisch nachweisbarer „roter Mittelohrtumor“; langsames Tumorwachstum; notwendig vor der Operation sind die Computertomographie des Felsenbeins und eine Magnetresonanztomographie mit Gefäßdarstellung, da ggf. kurz vor der Operation das zuführende Gefäß verödet werden muß. Dies geschieht in der Abteilung für Neuroradiologie 2 Tage vor der geplanten OP unter stationären Bedingungen. Therapie: vollständige Tumorentfernung in Vollnarkose

Äußere Nase:
    Nävus: Muttermal, Leberfleck; Therapie: Entfernung in örtlicher Betäubung, ggf. mit dem Laser
    Rhinophym: Beginn als großporige Haut, später knolliger Tumor mit Verlegung des Naseneingangs; v.a. bei älteren Männern, vermehrter Alkoholkonsum und Vitaminmangel sind begleitende Faktoren; Therapie: Abtragung mit Skalpell, Fräse oder Laser

Innere Nase/Nasennebenhöhlen:
    Osteom: langsam wachsende Vermehrung reifen Knochengewebes; häufig Zufallsbefund bei Röntgenuntersuchung; 60% in der Stirnhöhle, ca. 20% im Siebbein; meist symptomlos, je nach Größe und Lokalisation Kopfschmerzen, Druckgefühl; Therapie: bei Beschwerden Abtragung mit dem Bohrer vom Innern der Nase aus (ggf. mittels CT-gesteuerter Navigationstechnik), gel. OP von außen notwendig
    Invertiertes Papillom: einseitiger Befall der Nasenhaupt-/-nebenhöhlen; ähneln den Nasenpolypen, daher histologische Sicherung bei einseitigem Befall; Symptome: behinderte Nasenatmung, Riechminderung, Kopfschmerzen; Nasenbluten; Computertomographie der Nasennebenhöhlen erforderlich; Therapie: komplette Entfernung vom Innern der Nase (mikroskopisch-endoskopisch) aus, selten OP von außen notwendig; nach der OP regelmäßige Kontrolluntersuchungen mit jährlichen Computertomographien der Nasennebenhöhlen in den ersten Jahren bei ausgedehntem Befall; bösartige Entartung selten, aber möglich
    Hämangiom: Gewebsvermehrung aus Blutgefäßen von unterschiedlichem Kaliber; Symptome: behinderte Nasenatmung, Nasenbluten; Therapie: Laserchirurgische Entfernung ggf. nach erfolgter Embolisation (Verödung des hauptzuführenden Gefäßes)

Rachen:
    Papillom: v.a. durch Humane Papillomviren verursachte Neubildung; v.a. am weichen Gaumen und an den Gaumenmandeln; meist symptomlos; Therapie: Entfernung in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose, meist mit dem Laser
    Adenom: aus dem unter der Schleimhaut befindlichem Drüsengewebe entstanden; Symptome: bei raumfordernden Prozessen Schluckbeschwerden, kloßige Sprache, Fremdkörpergefühl, Luftnot; bösartige Entartung möglich; Therapie: komplette Entfernung ohne Verletzung der Kapsel in Vollnarkose

Mundhöhle:
    Fibrom: gel. durch chronische Irritation entstanden, sehr langsames Wachstum; v.a. an Gaumen, Zunge, Mundschleimhaut und Zahnfleisch; Therapie: Abtragung in örtlicher Betäubung
    Lipom: Fettgeschwulst; weicher Tumor von glatter Schleimhaut überzogen, v.a. im Bereich der Wange; meist symptomlos, bei ausgedehnterem Befund Sprech- und Schluckstörungen; Therapie: Entfernung in Vollnarkose
    Hämangiom: Gewebsvermehrung aus Blutgefäßen; weiche, glatte, rote oder bläuliche Tumoren; Symptome: spontane Blutungen, Sprech-, Schluck-, Kaustörungen; Magnetresonanztomographie zur Beurteilung der Tumorgröße erforderlich; bei Neugeborenen Spontanheilung abwarten; Therapie: komplette Entfernung bei umschriebeneren Hämangiomen mit dem CO2-Laser oder konventionell eventuell nach vorheriger Embolisation, ggf. Verödung mit dem Dioden-Laser (meist mehrfache Behandlung), bei ausgedehnten Hämangiomen OP nicht möglich wegen der entstehenden funktionellen Defizite
    Lymphangiom: Gewebsvermehrung aus Lymphgefäßen; weicher, glatter, rosafarbener Tumor; Magnetresonanztomographie zur Bestimmung der Tumorausdehnung erforderlich; Therapie: Entfernung in Vollnarkose
    Neurinom: entsteht aus dem Nervengewebe; v.a. an der Zunge, langsames Wachstum, häufig druckschmerzhaft; Therapie. Entfernung

Kehlkopf:
    Stimmlippenpolyp: meist im vorderen Stimmlippenanteil; Symptome: Heiserkeit, Fremdkörpergefühl, Räusperzwang; Therapie: laserchirurgische Abtragung in Vollnarkose
    Stimmlippenknötchen: umschriebene doppelseitige Verdickungen an der Grenze zwischen dem vorderen und mittleren Stimmlippendrittel; Ursache: Folge funktioneller Störung, v.a. bei Sprechberufen und Sängern; Symptome: Heiserkeit, Fremdkörpergefühl, Räusperzwang; Therapie: logopädische Stimm- und Übungstherapie, bei Misserfolg Abtragung in Vollnarkose mit dem Laser
    Schreiknötchen: bei Kindern ab dem 6. Lebensjahr bis nach Abschluß der Pubertät; beidseitige Verdickungen der Stimmlippen; Spontanheilung mit dem Stimmbruch
    Kontaktgranulome: entzündlich-reaktive Veränderungen im hinteren Stimmlippenanteil; Ursache: Sodbrennen; Symptome: Heiserkeit, Fremdkörpergefühl, Halsschmerzen, Räusperzwang; Therapie: Magentabletten, die die Säureproduktion hemmen für mehrere Wochen, bei Mißerfolg laserchirurgische Abtragung in Vollnarkose
    Stimmlippenzysten: v.a. bei jüngeren Erwachsenen; Symptome: Heiserkeit; Therapie: laserchirurgische Abtragung in Vollnarkose
    Epiglottiszysten: am Kehldeckel (Zungenseite); Symptome: Fremdkörpergefühl, Schluckbeschwerden; Therapie: laserchirurgische Abtragung in Vollnarkose
    Reinke-Ödem: meist beidseitige flüssigkeitsgefüllte Schwellung der Stimmlippen; Symptome: tiefe, raue Stimme; v.a. bei Rauchern; Therapie: Nikotinkarenz, laserchirurgischee Abtragung in Vollnarkose
    Laryngozelen: lufthaltige Schleimhautausstülpungen; unterschieden werden innere, äußere und gemischte Laryngozelen; entstehen nach fortwährendem Überdruck in den oberen Luftwegen, z.B. bei Blasmusikern oder durch chronisch-entzündliche Veränderungen; Symptome: Heiserkeit, Atemnot, Schluckbeschwerden, Hustenreiz, gel. Halsschwellungen bei äußeren Laryngozelen; Diagnostik: Sonographie , Computertomographie des Halses; Therapie: Abtragung von innen oder außen aus
    Juvenile Larynxpapillome: juvenil=jugendlich; 1. Häufigkeitsgipfel vor dem 5. Lebensjahr, Ursache: Infektion durch Humane Papillomviren; Symptome: Heiserkeit, zunehmende Atemnot; häufig flächenhaftes Wachstum an den Stimmlippen, auch ober- und selten unterhalb der Stimmlippenebene; Therapie: laserchirurgische Abtragung in Vollnarkose, ggf. Interferoninstillation in das Resektionsgebiet; hohe Rezidivneigung; möglichst Luftröhrenschnitt vermeiden, da Gefahr der Papillomausbreitung in Luftröhre und Bronchialsystem
    Adulte Larynxpapillome: adult=erwachsen; meist einzelnes Wachstum; Zellveränderungen als Krebsvorstufen möglich; Therapie: laserchirurgische Abtragung

Luftröhre:
    Hämangiom: Blutgeschwulst; meist bei Säuglingen und Kleinkindern; Diagnostik: Magnetresonanztomographie mit Gefäßdarstellung; Symptome: bei ausgedehntem Befund Luftnot; Therapie: richtet sich nach Alter des Kindes und der Tumorausdehnung; Spontanheilung abwarten, ggf. Luftröhrenschnitt, laserchirurgische Abtragung ggf. nach erfolgter Verödung des zuführenden Gefäßes
    Fibrom: zweithäufigster gutartiger Tumor der Luftröhre; Diagnostik: Computertomographie; Therapie: laserchirurgische Abtragung
    Papillome: v.a. bei Vorliegen einer Kehlkopfpapillomatose, wenn ein Luftröhrenschnitt vorhanden ist (begünstigt oder verursacht den sog. Etagenwechsel); Symptome: Luftnot; Therapie: laserchirurgische Abtragung

Hals:
    Paragangliome:- = Glomustumoren; langsames Wachstum, in seltenen Fällen Bildung von Tochtergeschwülsten; mehrere Lokalisationen möglich (2-10%), familiär gehäuftes Vorkommen; Diagnostik: Hals-Sonographie, -Computertomographie, -Magnet-resonanztomographie; enge Beziehung zu Arterien; Symptome: Halsschwellung, Schwellung im Bereich von Rachen und Gaumen; Hirnnervenausfälle, pulssynchroner Tinnitus, Hörverlust; Therapie: Entfernung nach Embolisation (Verödung) in Vollnarkose
    Neurinom: einzeln auftretend, im Verlauf eines peripheren Nerven; Symptome: Druckschmerz, gewöhnlich keine neurologischen Defizite; Therapie: Entfernung
    Neurofibrom: keine Kapsel, Nervenfasern verlaufen durch den Tumor; häufiges Vorkommen beim Morbus Recklinghausen
    Neurom: entstehen durch den Versuch verletzter Nerven sich zu regenerieren; Symptome: Gefühlsstörung, Schmerzen; Therapie: ggf. Entfernung
    Lipome: unter der Haut gelegene Fettgeschwulst; Symptome: schmerzlose, weiche Schwellung; Therapie: Entfernung in örtlicher Betäubung

Speicheldrüsen:
    Pleomorphes Adenom: langsam wachsend, v.a. in der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis, 80% der Fälle), 5% in der Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis), 5% in den kleinen Speicheldrüsen der Mundhöhle, selten in der Tränendrüse und den Nasennebenhöhlen; Symptome: schmerzlose prallelastische Schwellung, keine Gesichtsnervlähmung, bei Tumoren des inneren Parotislappens Ausbreitung nach innen mit Schwellung im Bereich der Gaumenmandel (sog. Eisbergtumor); Diagnostik: Sonographie, Feinnadelpunktion zur Tumorzelluntersuchung; Therapie: Tumorentfernung mit Anteilen der Ohrspeicheldrüse unter mikroskopischer Darstellung des Gesichtsnerven bzw. mit ganzer Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse in Vollnarkose; Wichtig: vollständige Tumorentfernung ohne Verletzung der Tumorkapsel, sonst hohes Risiko von Rezidiven; Prognose: ca. 4% maligne Entartung
    Zystadenolymphom: =Warthintumor, in der Ohrspeicheldrüse, 10% der Fälle beidseitig; Diagnostik: Sonographie und Feinnadelpunktion; Therapie: Tumorentfernung mit Teilentfernung der Ohrspeicheldrüse unter mikroskopischer Darstellung des Gesichtsnerven in Vollnarkose; Prognose: maligne Entartung extrem selten
    Basalzelladenom: 70% in der Gl. Parotis; selten (nur 2% der gutartigen Speicheldrüsentumoren); Diagnostik und Therapie wie beim pleomorphen Adenom; maligne Entartung sehr selten
    Onkozytom: 80% in der Gl. Parotis; selten (nur 1% der gutartigen Speicheldrüsentumoren); Diagnostik und Therapie wie beim pleomorphen Adenom; maligne Entartung sehr selten




Beispiele für bösartige (maligne) Tumoren im HNO-Bereich:

Ohr
    Basaliom: besonders an sonnenexponierten Arealen (v.a. Gesicht und Ohrmuschel); wächst nur lokal, Entstehen großer Defekte möglich, keine Ausbildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen); Diagnostik: Vorstellung beim Hautarzt zum Ausschluß weiterer Basaliome; Therapie: vollständige Entfernung, Defektdeckung erst zweizeitig (Wunde offen lassen bis zur endgültigen Histologie)
    Spinaliom/Plattenepithelkarzinom: an der Ohrmuschel, wuchernder Tumor, der bei Berührung oft leicht blutet mit Zerstörung von Knorpel und Knochen; Diagnostik: Gewebeprobenentnahme zur histologischen Sicherung, Halssonographie zum Ausschluß von Tochtergeschwülsten (Lymphknotenmetastasen), Röntgenuntersuchung der Lunge und Ultraschalluntersuchung der Oberbauchorgane zum Ausschluß von Fernmetastasen; Therapie: vollständige Entfernung, ggf. mit Totalentfernung der Ohrmuschel, ggf. mit Ausräumung der Halslymphknoten und Teilentfernung der Ohrspeicheldrüse bei Verdacht auf Halslymphknotenmetastasen, Bestrahlung nach der Operation bei ausgedehntem Tumor und Metastasen; Prognose abhängig von Tumorgröße und Metastasen
    Gehörgangskarzinom: Plattenepithelkarzinom/Spinaliom; 40% frühzeitige Metastasierung; Symptome: blutiges Ohrenlaufen, Schmerzen, Gesichtsnervlähmung; Diagnostik: Gewebeprobenentnahme, Computertomographie der Tumorregion, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: ausgedehnte Tumorentfernung mit Teilentfernung der Ohrspeicheldrüse und Halslymphknotenausräumung, anschließend Bestrahlung; Prognose: schlecht, da aggressives Tumorwachstum, 5-Jahesüberlebensrate 10-20%
    Melanom: sog. Schwarzer Hautkrebs; rasche Fernmetastasierung in Lunge, Leber, Gehirn, Knochen; Symptome: pigmentierter Tumor evtl. mit Überragen des Hautniveaus; Diagnostik: ggf. Computertomographie bei ausgedehntem Tumor, Halssonographie, dermatologische Mitbeurteilung, Computertomographie der Bauch- und Brustorgane, Magnetresonanztomographie des Hirns, Skelettszintigraphie; Therapie: meist Totalentfernung der Ohrmuschel, Teilentfernung der Ohrspeicheldrüse, Halslymphknotenausräumung, ggf. anschließend Immuntherapie; Prognose: abhängig vom Tiefenwachstum des Tumors
    Mittelohrkarzinom: selten; Symptome: blutiges Ohrenlaufen, Schmerzen, Gesichtsnervlähmung, Schallleitungsschwerhörigkeit; Diagnostik: Computertomographie und Magnetresonanztomographie der Tumorregion, Halssonographie, Gewebeprobenentnahme, Hörtest, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: großzügige operative Tumorentfernung unter Entfernung des Gesichtsnerven, ggf. Halslymphknotenausräumung und Teilentfernung der Ohrspeicheldrüse, anschließend Bestrahlung, bei ausgedehnten Tumoren primäre Bestrahlung

Äußere Nase:
    Basaliom: Erkrankungsgipfel 60.-70. Lebensjahr, v.a. an lichtexponierten Arealen; Therapie: Tumorentfernung, Defektdeckung zweizeitig
    Spinaliom: Plattenepithelkarzinom, v.a. im höheren Lebensalter; Diagnostik: Gewebeprobe, ggf. Computertomographie der Nasennebenhöhlen, Halssonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: vollständige Tumorentfernung mit Defektdeckung, ggf. Halslymphknotenausräumung
    --Malignes Melanom: Ursache:UV-Strahlung wird diskutiert; Symptome: unregelmäßig pigmentierter, unscharf begrenzter Tumor o. dunkler Knoten o. flächenhaft wachsender, unscharf begrenzter und unregelmäßig pigmentierter Tumor; Diagnostik: Gewebeprobe, dermatologische Begutachtung, Halssonographie Computertomo-graphie bei ausgedehntem Tumor, Computertomographie der Bauch- und Brustorgane, Magnetresonanztomographie des Hirns, Skelettszintigraphie; Therapie: Tumorentfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand, Defektdeckung; Prognose: abhängig von der Tumoreindringtiefe

Innere Nase:
    Plattenepithelkarzinom: 60% der Nasen-/Nasennebenhöhlenmalignomen; Erkrankungsgipfel: 60.-70. Lebensjahr; Ursache: begünstigend für die Krebsentstehung sollen die regelmäßige Exposition mit Nickel (als berufsbedingte Tumorerkrankung anerkannt, aber selten), Leder- und Wollstäube, Gerbemittel, Nitrosamine, aromatische Kohlenwasserstoffe, Dioxinverbindungen, Vinylchlorid, Chromate, Tabakrauch, eingebrachte Rauschgifte sein; Diagnostik: Gewebeprobe, Computertomographie der Nasennebenhöhlen, bei ausgedehntem Tumorwachstum Magnetresonanztomographie des Kopfes; Halssonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: verschiedene Behandlungskonzepte abhängig von Tumorgröße, bei kleineren Tumoren Tumorentfernung und ggf. Halslymphknotenausräumung, anschließend Bestrahlung von außen und ggf. lokal (sog. Brachytherapie), bei größeren Tumoren zunächst Bestrahlung von außen, dann Tumorentfernung und Brachytherapie; Prognose: abh. von Tumorlokalisation und -größe 5-Jahresüberlebensrate ca. 30%
    Adenokarzinom: v.a. Männer betroffen; Ursache: noch nicht geklärt, berufliche Exposition mit Holz (als berufsbedingte Tumorerkrankung anerkannt bei beruflicher Exposition mit Stäuben von Eichen- oder Buchenholz); Diagnostik: Gewebeprobe, Computertomographie der Nasennebenhöhlen, bei ausgedehntem Tumorwachstum Magnetresonanztomographie des Kopfes; Halssonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: Tumorentfernung, ggf. Halslymphknotenausräumung, rel. schlechtes Ansprechen des Tumors auf Strahlen- oder Chemotherapie
    Melanom: selten, ca. 1%; Altersgipfel: 40-60 Jahre; Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie Computertomographie der Nasennebenhöhlen, Bauch- und Brustorgane, Magnetresonanztomographie des Hirns, Skelettszintigraphie; Therapie: Tumorentfernung, ggf. Strahlentherapie; Prognose: meist ungünstig, 5-Jahresüberlebensrate 20%
    Olfaktorisneuroblastom/Ästhesioneuroblastom: Altersgipfel: 20 und 60 Jahre, ausgehend vom Riechepithel; Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie Computertomographie der Nasennebenhöhlen, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: Tumorentfernung, Bestrahlung; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate 80%, Spätrezidive
    Rhabdomyosarkom: 3 Typen: embryonales R. an Kopf und Hals, im ersten Lebensjahrzehnt auftretend; alveoläres R. bei älteren Kindern und jungen Erwachsenen; pleomorphes R. selten in den oberen Luftwegen; 8% der R. von Kopf und Hals in der Nasenhaupthöhle und v.a. Kieferhöhle lokalisiert, früh Ausbildung von Fernmetastasen in Lunge, Knochen, Hirn und Haut, Halslymphknotenmetastasen häufig; Diagnostik: Gewebeprobe, Computertomographie der Nasennebenhöhlen, bei ausgedehntem Tumorwachstum Magnetresonanztomographie des Kopfes; Halssonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: Tumorentfernung, anschließend Bestrahlung und Chemotherapie; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate 50%
    Lymphom: 3% der Nasen-/-nebenhöhlenmalignomen; Altersgipfel: 50.-70. Lebensjahr; Diagnostik: Gewebeprobe in örtlicher Betäubung oder Nasennebnenhöhlen-Operation zur Histologiegewinnung, Computertomographie der Nasennebenhöhlen, Brust- und Bauchorgane, Magnetresonanztomographie des Kopfes; Therapie: Bestrahlung und/oder Chemotherapie

Rachen:
    Plattenepithelkarzinome:
    Häufigster Tumor der oberen Speise- und Luftwege (90%); Ursache: Alkohol und Nikotin als Haupt-, Immunsuppression, Vitaminmangel, chronischer Eisenmangel, schlechte Mund- und Zahnhygiene als mögliche Risikofaktoren, Infektion mit Humanen Papillomviren wird diskutiert
    Oropharynxkarzinom: Plattenepithelkarzinom; Lokalisation: Gaumenmandel, Zungengrund, Gaumen, Zäpfchen; Altersgipfel 50.-60. Lebensjahr; v.a. im Bereich der Gaumenmandel und des Zungengrundes; häufig Halslymphknotenmetastasen; Symptome: lange symptomlos, Schmerzen, Schluckbeschwerden, Halsschwellung, Ohrenschmerzen, bei ausgedehnten Tumoren Engegefühl, Kloßgefühl, Luftnot; Diagnostik: Halssonographie, Computertomographie des Halses, Oberbauchsonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge, Panendoskopie in Vollnarkose (Untersuchung der oberen Luft- und Speisewege mit starren, ggf. flexiblen Instrumenten zum Ausschluß von Zweittumoren, sog. Feldkanzerisierung); Therapie: Tumorentfernung mit dem Laser oder von außen bei ausgedehnten Tumoren, ggf. mit Defektdeckung mit einem Haut-Muskellappen z.B. vom Unterarm, Halslymphknotenausräumung, Bestrahlung, bei inoperablen Tumoren Bestrahlung unter Chemosensibilisierung
    Hypopharynxkarzinom: Plattenepithelkarzinom; Lokalisation: tiefer Schlund; Altersgipfel: 65. Lebensjahr; Symptome: Schluckbeschwerden, Halsbrennen, Fremdkörpergefühl, bei Beteiligung des Kehlkopfes Heiserkeit, Luftnot; häufig Halslymphknotenmetastasen; aggressives Tumorverhalten; Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie, Computertomographie des Halses, Oberbauchsonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge (bei ausgedehnten Tumoren Computertomographie), Panendoskopie in Vollnarkose mit Entnahme von Gewebeproben, (Untersuchung der oberen Luft- und Speisewege mit starren, ggf. flexiblen Instrumenten zum Ausschluß von Zweittumoren, sog. Feldkanzerisierung); Therapie: Laserchirurgische Tumorentfernung und Halslymphknotenausräumung oder Totalentfernung des Kehlkopfes mit Tumorentfernung des Schlundes und Halslymphknotenausräumung oder bei inoperablen Tumoren primäre Bestrahlung unter Chemosensibilisierung; Prognose: ungünstig, 5-Jahresüberlebensrate unter 25%

Mundhöhle:
    Plattenepithelkarzinom der Lippe: v.a. an der Unterlippe; Ursache: UV-Strahlen, Pfeifenraucher; Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie, Oberbauchsonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge, Panendoskopie in Vollnarkose mit Entnahme von Gewebeproben, (Untersuchung der oberen Luft- und Speisewege mit starren, ggf. flexiblen Instrumenten zum Ausschluß von Zweittumoren, sog. Feldkanzerisierung); Therapie: Tumorentfernung, primärer Verschluß oder Defektdeckung mit lokalen Verschiebelappen, ggf. Halslymphknotenausräumung, ggf. Bestrahlung nach OP; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate bei kleineren Tumoren 80-90%, bei ausgedehnteren Tumoren 40-50%
    Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle: Lokalisation: Zunge, Mundboden, Wangenschleimhaut, harter Gaumen; Ursache: Nikotin, Alkohol, mangelnde Mundhygiene, Immunsuppression; Symptome: leicht blutender Tumor, Druckschmerzhaftigkeit , Schwierigkeiten beim Essen und Sprechen, Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie, Oberbauchsonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge; Therapie: Tumorentfernung mit dem Laser oder von außen, Halslymphknotenausräumung, Bestrahlung; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate abhängig von Tumorgröße 85-30%
    Malignes Lymphom der Mundhöhle:-- v.a. Non-Hodgkin-Lymphome; typisch: schnell wachsende Tumoren; Symptome: kloßige Sprache, Schluckbeschwerden, Allgemeinsymptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit); Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie, Oberbauchsonographie, Computertomographie der Lunge, Knochenszintigraphie, Knochenmarksbiopsie ; Therapie: abhängig vom Lymphom-Typ und –Stadium, Bestrahlung u./o. Chemotherapie
    Weichteilsarkome: v.a. am harten Gaumen, Kiefer und Wangenweichteile; va. bei Kindern unter 12 Jahren; Typen: Rhabdomyosarkom, Fibrosarkom, Chondrosarkom, malignes fibröses Histiozytom; Diagnostik: Gewebeprobe, Halssonographie, Computertomographie der Brust- und Bauchorgane; Therapie: Bestrahlung und Chemotherapie, Operation bei Resttumor, erneute Radiochemotherapie; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate 50-60%

Kehlkopf:
    Allgemeines: 25-30% aller Karzinome im Kopf-Hals-Bereich, häufigster bösartiger Tumor der oberen Speise- und Luftwege; 1-2% aller bösartigen Tumoren; sehr gute Prognose bei Frühstadien des Stimmlippenkarzinoms; funktionserhaltende Chirurgie ist anzustreben; Altersgipfel 55-66 Jahre; Risikofaktoren: Nikotin, Alkohol, berufliche Asbestexposition, höhere Krebsraten bei Hütten-, Gießerei- und Quarzarbeitern, Langzeitexposition mit Zementstaub, Steinkohle- und Teerprodukte, nach Strahlentherapie, genetische, familiäre Disposition, hormonelle Einflüsse, Vitamin A- und C-Mangel
    Plattenepithelkarzinom des Larynx (Kehlkopf): 90-95% aller Kehlkopfmalignome; Symptome: Heiserkeit (Heiserkeit seit 2-3 Wochen muß HNO-ärztlich abgeklärt werden!), Schluckbeschwerden, Luftnot, Halsschmerzen, Räusperzwang, Fremdkörpergefühl; Diagnostik: Halssonographie, Computertomographie des Halses, Oberbauchsonographie, Röntgenuntersuchung der Lunge (bei ausgedehnten Tumoren Computertomographie), Panendoskopie in Vollnarkose mit Entnahme von Gewebeproben (Untersuchung der oberen Luft- und Speisewege mit starren, ggf. flexiblen Instrumenten zum Ausschluß von Zweittumoren, sog. Feldkanzerisierung)
    Einteilung nach Karzinomen der Stimmlippen (Glottiskarzinom), oberhalb der Stimmlippen (supraglottisches Larynxkarzinom) und unterhalb der Stimmlippen (subglottisches Larynxkarzinom)
    Glottiskarzinom: häufigstes Larynxkarzinom; Halslymphknotenmetastasen selten (unter 10%)Fernmetastasen selten (2-4%); Therapie: laserchirurgische Tumorentfernung, ggf. von außen; bei sehr ausgedehnten Tumoren Kehlkopfentfernung, ggf. Halslymphknotenausräumung, ggf. Bestrahlung; Prognose: sehr gut bei kleinen Tumoren, bis 80% bei ausgedehnteren Tumoren
    Supraglottisches Larynxkarzinom: ca. 35% aller Kehlkopfmalignome; Symptome meist erst bei fortgeschrittenem Tumorstadium; in 35-45% der Fälle Halslymphknotenmetastasen (häufig beidseits); Therapie: laserchirurgische Kehlkopfteilentfernung, bei ausgedehnten Tumoren Kehlkopfentfernung, Halslymphknotenausräumung, ggf. Bestrahlung nach OP; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate je nach Tumorstadium 80-30%
    Subglottisches Larynxkarzinom: seltener maligner Kehlkopftumor (ca. 5%); Symptome meist erst bei fortgeschrittenem Tumorstadium; Therapie: laserchirurgische Tumorentfernung bei kleineren Tumoren, Kehlkopfentfernung mit Halslymphknotenausräumung, Bestrahlung nach OP oder primäre Radiochemotherapie; Prognose: ungünstig, 5-Jahresüberlebensrate 35-60%

Luftröhre:
    selten; v.a. oberes und unteres Drittel der Luftröhre; Symptome: Luftnot, Bluthusten; Diagnostik: Halssonographie, Computertomographie, Panendoskopie in Vollnarkose mit Entnahme von Gewebeproben (Untersuchung der oberen Luft- und Speisewege mit starren, ggf. flexiblen Instrumenten zum Ausschluß von Zweittumoren, sog. Feldkanzerisierung), Oberbauchsonographie, Röntgenuntersuchung bzw. Computertomographie der Lunge; Therapie: Teilentfernung der Luftröhre bei kleineren Tumoren, Halslymphknotenausräumung, bei größeren Tumoren laserchirurgische Tumorverkleinerung mit Einsetzen eines Platzhalters in die Luftröhre, anschließend Radiochemotherapie; Prognose: ungünstig, 5-Jahresüberlebensrate 30-10%

Hals:
    Malignes Lymphom: eingeteilt in Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome; Stadieneinteilung richtet sich nach der Tumorlokalistion; Symptome: Halsschwellung, Abgeschlagenheit, Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme; Diagnostik: Halssonographie, Feinnadelpunktion der vergrößerten Halslymphknoten, Halslymphknotenentfernung zur histologischen Sicherung, Blut- und Knochenmarksuntersuchung, Computertomographie der Brust- und Bauchorgane und des Kopfes und Halses; Therapie: Bestrahlung und/oder Chemotherapie
    CUP-Syndrom (Halslymphknotenmetastasen bei unbekanntem Primärtumor): ausgehend von einem unbekannten Tumor der Kopf-Hals-Region, der Schilddrüse und der Haut der Kopf-Hals-Region; 4-5% der malignen Kopf-Hals-Tumoren; Diagnostik: Halssonographie, Feinnadelpunktion der vergrößerten Halslymphknoten, Computertomographie des Halses, der Lunge , der Nasennebenhöhlen, Magnetresonanztomographie des Nasenrachens Oberbauchsonographie Panendoskopie in Vollnarkose mit Entnahme von Gewebeproben (Untersuchung der oberen Luft- und Speisewege mit starren, ggf. flexiblen Instrumenten) mit Entfernung der Gaumenmandeln, laserchirurgischer Abtragung des Zungengrundes und Gewebeproben aus dem Nasenrachen zur Primärtumorsuche; Therapie: Halslymphknotenausräumung, anschließend Radiochemotherapie

Speicheldrüsen:
    Azinuszellkarzinom: 10% aller malignen Speicheldrüsentumoren; Altersgipfel 5.-6. Lebensjahrzehnt und junge Frauen; 80% in der Ohrspeicheldrüse, langsames Tumorwachstum; erhöhte Rezidivneigung; Symptome: Schwellung, Schmerzen, Gesichtsnervlähmung; 50% Metastasen (v.a. Hals, aber auch Lunge und Skelettsystem); Diagnostik: Halssonographie, Feinnadelpunktion, Röntgenuntersuchung der Lunge; Therapie: Entfernung der Speicheldrüse, ggf. mit Entfernung des Gesichtsnerven bzw. Anteilen des Nerven, Halslymphknotenausräumung; Prognose: 5-Jahresüberlebensrate 75%
    Mukoepidermoidkarzinom: 75% in den kleinen Speicheldrüsen (v.a. im Bereich des weichen Gaumens und des Mundbodens); Altersgipfel 5. Lebensjahrzehnt, aber auch Vorkommen bei Kindern und Jugendlichen; Halslymphknotenmetastasen sehr selten beim hochdifferenzierten Mukoepidermoidkarzinom mit insgesamt guter Prognose, häufig Halslymphknotenmetastasen beim niedrig differenzierten Mukoepidermoidkarzinom mit schlechterer Prognose; Diagnostik: Halssonographie, Feinnadelpunktion, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: Tumorentfernung, ggf. plastische Rekonstruktion, bei Befall der Ohr- oder Unterkieferspeicheldrüse Totalentfernung der Drüse, ggf. mit Entfernung des Gesichtsnerven bzw. Anteilen des Nerven, Halslymphknotenausräumung; Prognose: abhängig von der Histologie (niedrig-/hochdifferenziert)
    Adenoidzystisches Karzinom: 20% der malignen Speicheldrüsentumoren; v.a. in den kleinen Speicheldrüsen am weichen Gaumen und Mundboden, Ohr- und Unterkieferspeicheldrüse; weibliches Geschlecht häufiger betroffen; langsames, aber infiltrierendes Tumorwachstum; Symptome: Schmerzen, Gesichtsnervlähmung; Halslymphknotenmetastasen eher selten, spätes Auftreten von Fernmetastasen (v.a. Lunge, Skelett, Gehirn); Diagnostik: Halssonographie, Feinnadelpunktion, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: Tumorentfernung, ggf. plastische Rekonstruktion, bei Befall der Ohr- oder Unterkieferspeicheldrüse Totalentfernung der Drüse, ggf. mit Entfernung des Gesichtsnerven bzw. Anteilen des Nerven, ggf. Halslymphknotenausräumung, ggf. Bestrahlung nach OP
    Adenokarzinom: 15% aller malignen Speicheldrüsentumoren; verhält sich wie das adenoidzystische Karzinom
    Karzinom im pleomorphen Adenom: 20% aller malignen Speicheldrüsentumoren; v.a. in der Ohrspeicheldrüse; Diagnostik: Halssonographie, Feinnadelpunktion, Röntgenuntersuchung der Lunge, Oberbauchsonographie; Therapie: Entfernung der Ohrspeicheldrüse mit Resektion des Gesichtsnerven bzw. Anteilen des Nerven, Halslymphknotenausräumnung, ggf. Bestrahlung nach OP