Universitätsklinikum
Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie
Direktorin: Prof. Dr. med. Petra Ambrosch - Arnold-Heller-Str. 3, Haus 27, 24105 Kiel
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Klinik für
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie

Direktorin: Prof. Dr. P. Ambrosch
Arnold-Heller-Straße 3
Haus 27
D-24105 Kiel
Germany

Telefon: +49 (431) 500-21707 oder -21717
Telefax: +49 (431) 500-21728
Orbitachirurgie
 

Ähnlich zur Schädelbasischirurgie ist auch in der Orbitachirurgie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde und der Augenheilkunde sowie der Strahlentherapie unerlässlich, um eine qualifizierte Patientenversorgung zu gewährleisten. Gemeinsame Operationen bei bestimmten Erkrankungen der Orbita werden regelmäßig in der Kieler HNO-Klinik durchgeführt. Erforderlich sind genaue Kenntnisse über die komplexen anatomischen Strukturen der Orbita sowie eine ausreichende chirurgische Erfahrung auf diesem Fachgebiet.

Hier einige Krankheitsbeispiele:

Endokrine Orbitopathie

Der sog. Morbus Basedow betrifft vor allem Frauen und führt zu einer Verdickung der Augenmuskeln, Volumenzunahme des Fettgewebes in der Orbita und einer zunehmenden Erkrankung des Sehnerven. Die Symptome sind hervorstehende Augen, Doppelbilder und Sehminderung. Ursächlich ist eine Erkrankung der Schilddrüse. Die Therapie besteht in der medikamentösen Behandlung der Schilddrüsenerkrankung, der Gabe von Cortison und ggf. eine Bestrahlung des Auges. Führen die letztgenannten Maßnahmen zu keiner Besserung der Beschwerden, ist eine chirurgische Entlastung der Orbita durch die Nase indiziert. Hierbei handelt es sich um eine erweiterte Siebbein-Operation mit Entlastung des Augenhöhlenfettes in die Nasenhaupthöhle, um den Druck auf den Sehnerven und die Augenmuskeln zu reduzieren.

Akute Nebenhöhlenentzündungen mit Einbruch in die Orbita

Hierbei handelt es sich um Komplikationen einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) mit Eiteransammlungen im Bereich der Augenhöhle, die eine operative Nebenhöhlensanierung erforderlich machen. Besteht nur eine mäßige Lidschwellung kann ein konservativer Therapieversuch mit antibiotischer Infusionstherapie und intensiven abschwellenden Maßnahmen erwogen werden. Bei fehlendem therapeutischen Ansprechen ist die Operation indiziert.

Stirnhöhlen-/Siebbeinmukozele

Nach Trauma oder Operation, aber auch spontan kann es zu einer Schleimansammlung in einem zystenähnlichen Sack im Bereich der Stirnhöhle oder des Siebbeins kommen. Durch Druck wird der umliegende Knochen aufgebraucht und kann so zu einer Verlagerung des Auges nach unten oder zur Seite mit Bewegungseinschränkung des Auges führen. Die Sehkraft ändert sich aufgrund der langsamen Wachstumstendenz nicht bzw. kaum. Die Therapie ist die operative Nasennebenhöhlensanierung. Rezidive kommen vor.

Orbitahämangiom

Häufigster gutartiger Tumor des Erwachsenen in der Orbita. Zur Diagnostik sind eine Angio-Magnetresonanztomographie und eine Computertomographie der Nasennebenhöhlen erforderlich. Wenn möglich, sollte das Hämangiom direkt bzw. kurzfristig vor der Operation embolisiert, d.h. das zuführende Blutgefäß verödet werden. Dies geschieht in der Klinik für Neuroradiologie.


Orbitapseudotumor
Die Ursache des sog. Pseudotumors ist unbekannt. Es handelt sich um Entzündungen v.a. im Bereich der Augenmuskeln und der Tränendrüse. Symptome sind Schmerzen, Bewegungseinschränkung und ein hervorstehendes Auge. Für die Diagnose muß neben der Bildgebung (Magnetresonanz- und Computertomographie) eine repräsentative Probe in Vollnarkose gewonnen werden. Die Therapie besteht in der hochdosierten Cortisongabe und ggf. Strahlentherapie.

Rhabdomyosarkom

Häufigster maligner Orbitatumor des Kindesalters; schnelles Größenwachstum; Gewebeprobe zur histologischen Sicherung; Therapie: Chemotherapie; Bestrahlung, Operation